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Wasserschaden Fachbetriebe

Sonderfall Boden

Estrichtrocknung: Dämmschicht trocknen statt aufstemmen

Steht Wasser unter einem schwimmenden Estrich, sitzt es in der Dämmschicht — dort, wo die Raumluft nicht hinkommt. Es wird herausgeholt, indem Luft durch den Aufbau geführt wird: entweder über die geöffnete Randfuge am Wandanschluss oder über Kernbohrungen im Estrich. Aufgestemmt wird der Boden erst, wenn dieser Weg nicht trägt.

Ob eine Dämmschichttrocknung möglich ist, entscheidet der Aufbau und nicht der Wunsch: Die Dämmschicht muss durchströmbar sein, der Estrich muss die Bohrungen zulassen, und das Wasser darf nicht belastet sein.

Schwimmender Estrich
Ein Estrich, der ohne festen Verbund zum Untergrund auf einer Dämmschicht liegt und an den Wänden durch einen Randstreifen getrennt ist. Zwischen Rohdecke und Estrich liegt damit eine Schicht, in der sich Wasser sammeln kann.
Genau diese Trennung macht den Unterschied zur Verbundkonstruktion: Wasser, das durch eine Fuge oder einen Riss nach unten läuft, verteilt sich in der Dämmschicht und bleibt dort. Von oben ist davon nichts zu sehen, und ohne Öffnung führt kein Weg hinaus.

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Warum die Dämmschicht das eigentliche Problem ist

Der Estrich selbst gibt sein Wasser an die Raumluft ab, sobald der Belag entfernt ist. Die Dämmschicht darunter kann das nicht: Sie liegt zwischen zwei dichten Schichten, dem Estrich oben und der Rohdecke unten. Ein Trockner im Raum entzieht dieser Schicht nichts.

Bleibt die Feuchte unter dem Estrich stehen, bekommt sie zwei Folgen. Der Fußbodenaufbau bleibt dauerhaft feucht und ein neuer Belag hält darauf nicht. Und feuchte organische Bestandteile im Aufbau bieten Schimmelpilzen einen Nährboden — beides Gründe, den Zustand vor dem Wiederaufbau nachzuweisen statt zu vermuten.

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Die beiden Zugangswege in die Dämmschicht

Der Unterschied liegt darin, wo geöffnet wird — an der Wand oder in der Fläche. Beides sind Eingriffe, die im Angebot mit Anzahl und Ort benannt gehören.

Randfugenverfahren

Wie es arbeitet

Der Randstreifen am Wandanschluss wird geöffnet, die Luft wird über die Fuge geführt

Wann es infrage kommt

Räume mit zugänglicher Randfuge und ausreichend kurzem Weg in die Fläche

Wo seine Grenze liegt

Erreicht die Raummitte schlecht; verfüllte, verklebte oder überdeckte Randfugen versperren den Weg

Kernbohrverfahren

Wie es arbeitet

Bohrungen durch den Estrich in die Dämmschicht, verteilt im Raster über die Fläche

Wann es infrage kommt

Größere Flächen, Räume mit Einbauten, ungleichmäßige Durchfeuchtung

Wo seine Grenze liegt

Erfordert Bohrungen im Boden; Leitungen im Estrich müssen vorher geortet werden

Beide Wege lassen sich kombinieren. Wie viele Öffnungen gesetzt werden, richtet sich nach Fläche und Aufbau und gehört als Zahl ins Angebot, nicht in eine mündliche Absprache.

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Überdruck oder Unterdruck

  • ÜberdruckTrockene Luft wird in die Dämmschicht gedrückt und tritt an Randfugen und Öffnungen wieder aus, wo ein Entfeuchter sie aufnimmt. Einfacher Aufbau — die Luft aus dem Bodenaufbau gelangt dabei in den Raum.
  • UnterdruckDie Luft wird aus der Dämmschicht abgesaugt und läuft über Wasserabscheider und Filter. Der aufwendigere Weg, und der, der die Raumluft schont.
  • Die WahlWo Fasern, Gerüche oder mikrobielle Belastung im Aufbau in Betracht kommen, ist der Unterdruck die naheliegende Wahl. Lassen Sie sich die Entscheidung im Protokoll festhalten.

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Wann die Dämmschichttrocknung an ihre Grenze kommt

In diesen Lagen führt der Weg über den Rückbau statt über die Trocknung. Die Entscheidung fällt nach der Messung, nicht vorher — diese Punkte sagen Ihnen, worauf zu achten ist.

  • Die Dämmschicht lässt sich nicht durchströmen, etwa bei verfüllten Hohlräumen oder gebundenen Schüttungen.
  • Die Randfugen sind verklebt, verfüllt oder unter dem Belag verschwunden und lassen sich nicht öffnen.
  • Das Wasser stammt aus einer Abwasserleitung, aus Rückstau oder aus einer Überflutung.
  • Die Dämmung ist zusammengesackt oder hat ihre Form verloren; sie trägt danach nicht mehr.
  • Im Aufbau liegen Leitungen so dicht, dass Kernbohrungen nicht sicher gesetzt werden können.
  • Die Kontrollmessungen stagnieren über mehrere Termine, obwohl der Aufbau angepasst wurde.

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Was nach der Trocknung wiederhergestellt wird

Die Öffnungen bleiben nicht. Kernbohrungen werden verschlossen, der Randstreifen wird wieder hergestellt, Sockelleisten und Belag kommen zurück. Das ist Handwerksarbeit und gehört nicht in das Trocknungsangebot, sondern in ein eigenes.

Der neue Belag wird erst aufgebaut, wenn die Messung es zulässt. Für jeden Belagstyp gilt ein eigener Grenzwert der Belegreife, und der Betrieb, der den Belag verlegt, übernimmt die Gewährleistung nur auf einem Untergrund, dessen Wert dokumentiert ist.

Halten Sie deshalb die Reihenfolge ein: Abschlussmessung, Protokoll, dann Wiederaufbau. Ein Belag auf einem nicht belegreifen Untergrund ist ein zweiter Schaden nach dem ersten.

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Häufige Fragen

Muss der Estrich bei einem Wasserschaden aufgestemmt werden?

Ein Aufstemmen des Estrichs ist bei einem schwimmenden Aufbau nicht der erste Weg. Zuerst wird geprüft, ob sich die Dämmschicht über Randfuge oder Kernbohrungen durchströmen lässt; dann bleibt der Estrich liegen. Zum Rückbau kommt es, wenn die Dämmschicht nicht durchströmbar oder das Wasser belastet ist.

Wie kommt das Wasser überhaupt unter den Estrich?

Wasser läuft über Fugen, Risse, Randstreifen und Durchdringungen nach unten und verteilt sich dann waagerecht in der Dämmschicht. Von oben ist davon nichts zu sehen, weil der Estrich die Oberfläche bleibt. Deshalb sagt die Größe des feuchten Flecks nichts über die Ausdehnung im Aufbau darunter.

Wie viele Bohrungen werden im Boden gesetzt?

Die Zahl der Kernbohrungen richtet sich nach der Fläche, dem Aufbau und der Verteilung der Feuchte. Sie wird nach der Erstmessung festgelegt und gehört mit Anzahl und Lage ins Angebot. Vor dem Bohren müssen im Estrich verlegte Leitungen geortet werden.

Kann eine Fußbodenheizung während der Trocknung helfen?

Eine Fußbodenheizung kann die Trocknung unterstützen, indem sie den Aufbau erwärmt und die Feuchteabgabe beschleunigt. Sie ersetzt die Durchströmung der Dämmschicht nicht und wird kontrolliert gefahren, damit der Estrich nicht zu schnell austrocknet und reißt. Über Temperatur und Dauer entscheidet der Betrieb anhand der Messwerte.

E-Mail: info@wasserschaden-fachbetriebe.deKostenlos anfragen