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Wasserschaden Fachbetriebe

Übersicht

Leckortung: wann sie nötig ist und wie sie abläuft

Eine Leckortung sucht die undichte Stelle in einer Leitung, ohne das Gebäude dafür großflächig zu öffnen. Sie kommt in Betracht, wenn feststeht, dass Wasser austritt, aber nicht, wo: bei feuchten Wänden ohne sichtbare Quelle, bei einer laufenden Wasseruhr ohne Verbrauch, bei Druckverlust im Heizkreis.

Dieses Portal ortet nicht selbst. Wir nehmen Ihre Schadensmeldung entgegen und geben sie an einen passenden Fachbetrieb weiter, der Ihr Gebiet bedient. Für Sie ist das kostenlos und unverbindlich; vergütet werden wir von dem Betrieb, nicht von Ihnen.

Leckortung
Die messtechnische Suche nach der Austrittsstelle von Wasser in einem Gebäude. Ziel ist es, den Ort so weit einzugrenzen, dass für die Reparatur nur eine kleine Fläche geöffnet werden muss.
Die Ortung ist ein eigener Auftrag mit eigenem Ergebnis: einem Ortungsbericht, der sagt, welche Leitung an welcher Stelle undicht ist und woran das festgestellt wurde. Reparatur, Trocknung und Wiederherstellung sind davon getrennte Leistungen mit eigenen Angeboten.

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Anzeichen und was sie eingrenzen

Die erste Angabe ist das, was Sie sehen. Die zweite sagt, womit sich der Verdacht erhärten lässt, bevor jemand anrückt.

BeobachtungWas dahinterstehen kannWas den Verdacht erhärtet
Feuchter Fleck an Wand oder Decke, der größer wirdAustritt aus einer Leitung im Bauteil oder in der Etage darüberFleck über mehrere Tage mit Bleistift umranden und datieren
Wasseruhr läuft, obwohl keine Zapfstelle offen istWasserverlust zwischen Zähler und Zapfstelle oder eine dauerlaufende ArmaturZählerstand zu zwei Zeitpunkten notieren, alle Zapfstellen geschlossen halten
Heizung verliert Druck und muss nachgefüllt werdenUndichtigkeit im Heizkreis, auch im Estrich verlegte LeitungenAnlagendruck täglich zur selben Uhrzeit ablesen und notieren
Warme Stelle im Fußboden, ohne dass dort Heizung liegen sollteWarmwasser- oder Heizungsleitung im BodenStelle bei abgeschalteter Anlage prüfen, Verlauf der Leitungen erfragen
Wasserrechnung steigt ohne geänderte NutzungSchleichender Verlust an einer nicht sichtbaren StelleAbrechnungen der Vorjahre nebeneinanderlegen, Zählerstände abgleichen
Schimmel an einer Außenwand, Wand fühlt sich kalt und klamm anWärmebrücke mit Kondensat oder Durchfeuchtung aus einer LeitungRaumklima notieren; feuchte Stelle bleibt auch nach Lüften und Heizen feucht

Die Tabelle ordnet Anzeichen zu, sie stellt keine Diagnose. Welche Ursache es ist, entscheidet die Messung vor Ort.

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Warum zuerst gesucht und dann geöffnet wird

Wasser läuft dorthin, wo es hinkann, nicht dorthin, wo es austritt. Es folgt Rohrleitungen, Estrichfugen und Hohlräumen und kann sich an der Oberfläche weit entfernt von der undichten Stelle zeigen. Wer an der Stelle des Flecks aufstemmt, öffnet deshalb möglicherweise die falsche Wand.

Für Sie hat das zwei Folgen. Die Wiederherstellung nach der Reparatur bleibt kleiner, und Sie haben ein Papier in der Hand, das die Ursache benennt. Beides zählt, wenn eine Versicherung den Schaden reguliert.

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Wie eine Ortung abläuft

Die Reihenfolge ist bei jedem Verfahren dieselbe; nur das Messgerät im dritten Schritt wechselt.

  1. Aufnahme und Vorgeschichte

    Was ist wann aufgefallen, was wurde bereits gemacht, wo verlaufen die Leitungen. Bauunterlagen, Grundrisse und die Angaben der Hausverwaltung verkürzen diesen Schritt.

  2. Grobe Eingrenzung

    Absperren einzelner Stränge, Druckprobe, Abgleich der Feuchte an mehreren Punkten. Das Ergebnis ist noch keine Stelle, sondern ein Bereich: dieser Kreis, diese Wand, diese Etage.

  3. Messung mit dem passenden Verfahren

    Thermografie, Feuchtemessung, Prüfgas oder Akustik — welches Verfahren trägt, hängt an Leitungsart, Druck, Aufbau und Belag. Zwei Verfahren nebeneinander sind belastbarer als eines allein.

  4. Freilegen an einer Stelle

    Erst wenn der Ort feststeht, wird geöffnet, und zwar dort, wo die Messung hinzeigt. Öffnung und Wiederherstellung sind eigene Positionen und gehören ins Angebot, nicht in eine Nebenabrede.

  5. Bericht und Übergabe

    Sie erhalten schriftlich, was gemessen wurde, mit welchem Ergebnis und woran der Ort festgemacht wurde. Verlangen Sie diesen Bericht auch dann, wenn nichts gefunden wurde — auch das ist ein Ergebnis.

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Was Sie vor dem Termin bereitlegen

Jeder dieser Punkte verkürzt die Suche. Was nicht vorliegt, muss vor Ort erfragt oder gemessen werden.

  • Grundriss oder Bestandsunterlagen, aus denen der Leitungsverlauf hervorgeht.
  • Zugang zu Zähler, Absperrhähnen, Verteiler und Heizungsanlage — auch im Keller und im Treppenhaus.
  • Notierte Zählerstände und Anlagendrücke mit Datum und Uhrzeit.
  • Fotos der feuchten Stellen mit Datum, möglichst über mehrere Tage.
  • Angaben zu Umbauten: Wann wurde der Boden erneuert, wann zuletzt an Leitungen gearbeitet.
  • Kontakt der Hausverwaltung oder des Eigentümers, wenn Sie zur Miete wohnen.

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Was eine Ortung nicht leistet

  • Sie repariert nichtAm Ende steht der Ort und der Bericht, nicht die geschlossene Leitung. Die Reparatur ist ein eigener Handwerksauftrag.
  • Sie trocknet nichtDas Wasser im Bauteil bleibt dort, bis es getrocknet wird — eigene Technik, eigene Abrechnung.
  • Sie ersetzt kein GutachtenWer eine Bewertung für ein Gerichtsverfahren oder eine Kaufabwicklung braucht, beauftragt eine sachverständige Person.

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Häufige Fragen

Wann ist eine Leckortung überhaupt nötig?

Eine Leckortung wird nötig, sobald feststeht, dass Wasser austritt, aber nicht, an welcher Stelle. Solange die Quelle sichtbar ist — ein tropfender Siphon, ein undichter Anschlussschlauch —, genügt die Reparatur. Sobald Feuchte in einem Bauteil steckt und die Leitung nicht einsehbar ist, ist die Suche der eigene Arbeitsschritt.

Wird für die Ortung die Wand aufgestemmt?

Die Suche selbst läuft zerstörungsfrei, geöffnet wird erst am Ende. Die Messverfahren arbeiten von außen an Oberfläche, Leitung oder Luft. Eine Öffnung entsteht dort, wo die Messung die Stelle anzeigt, und ihre Größe richtet sich nach der Reparatur, nicht nach der Suche.

Wie lange dauert eine Ortung?

Die Dauer einer Ortung richtet sich nach der Größe des Bereichs, der eingegrenzt werden muss, und danach, ob Leitungspläne vorliegen. Ein einzelner Kreis in einer Wohnung ist schneller eingegrenzt als ein Verteilnetz über mehrere Etagen. Verlangen Sie deshalb eine Zeitschätzung im Angebot statt einer Zusage am Telefon.

Was passiert, wenn kein Leck gefunden wird?

Auch eine Ortung ohne Fund ist ein Ergebnis und wird berichtet. Sie schließt Leitungen als Ursache aus und lenkt die Suche auf andere Quellen: Kondensat, eindringendes Wasser von außen, eine undichte Abdichtung im Bad. Lassen Sie sich schriftlich geben, was geprüft und was ausgeschlossen wurde.

Muss ich als Mieter die Ortung selbst beauftragen?

Die Beauftragung liegt bei der Eigentümerseite, wenn der Schaden am Gebäude oder an dessen Leitungen entsteht. Als Mieterin oder Mieter zeigen Sie den Mangel unverzüglich an — schriftlich und mit Datum — und lassen die Vermieterseite entscheiden. Ohne Abstimmung selbst zu beauftragen, kann die Erstattung gefährden.

Wird auch die Heizung mit der Leckortung untersucht?

Ja. Der Heizkreis wird wie eine Wasserleitung geortet: Druckprobe des Kreises, Thermografie zur Verlaufsdarstellung — auch bei der Fußbodenheizung — und Prüfgas nach Entleerung, wenn das Bild nicht reicht. Fällt der Anlagendruck und muss laufend nachgefüllt werden, ist das der Anlass für die Messung. Wie die Verfahren im Einzelnen arbeiten, steht auf der Seite zu den Verfahren der Leckortung.

Leckortung oder Leckageortung — ist das dasselbe?

Ja. Leckageortung ist die längere Schreibweise desselben Vorgangs: die messtechnische Suche nach der undichten Stelle, ohne das Gebäude dafür zu öffnen. Auch eine Leckage ist hier bloß das austretende Wasser, nicht der Schaden im Bauteil. Auf dieser Seite steht durchgehend Leckortung — gemeint ist in jedem Satz auch die Leckageortung.

Kommt für die Ortung ein Betrieb aus meiner Nähe?

Ihre Meldung geht an einen Ortungsbetrieb, der Ihr Gebiet bedient — entschieden wird das über die Postleitzahl. Denn zur Ortung gehört immer auch der Weg danach: Wer die Stelle benennt, sollte für Rückfragen erreichbar bleiben und das Ergebnis gegenüber dem Versicherer vertreten können.

E-Mail: info@wasserschaden-fachbetriebe.deKostenlos anfragen