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Wasserschaden Fachbetriebe

Akutfall

Wasser im Keller: akuter Einbruch nach Rohrbruch oder Starkregen

Steht Wasser im Keller, gilt zuerst der Strom: Sicherungen für den Kellerbereich abschalten und den Raum nicht betreten, solange die Elektroinstallation im Wasser steht. Danach wird die Quelle gestoppt — Absperrhahn bei einer Leitung, Rückstauverschluss und Pumpe bei Wasser von außen.

Diese Seite behandelt den akuten Wassereinbruch: Rohrbruch, Rückstau, Starkregen. Ein Keller, der seit Jahren feucht ist, ist ein anderes Thema und wird weiter unten ausdrücklich abgegrenzt.

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Sofortschritte

  1. 1. Strom abschalten

    Sicherungen für den Kellerbereich aus. Erreichen Sie den Verteiler nicht trocken: nicht hinuntergehen, 112 rufen.

  2. 2. Quelle stoppen

    Bei einer Leitung: Absperrhahn oder Haupthahn. Bei Wasser von außen: prüfen, ob ein Rückstauverschluss vorhanden und geschlossen ist und ob über Lichtschächte, Kellertreppe oder Kellerfenster weiter Wasser nachläuft.

  3. 3. Erst abpumpen, wenn es sicher ist

    Eine Pumpe erst einsetzen, wenn der Strom abgeschaltet ist und ein Anschluss außerhalb des Wasserbereichs zur Verfügung steht. Bei drückendem Grundwasser den Wasserstand nicht auf einen Schlag absenken — der Gegendruck von außen bleibt sonst allein auf der Konstruktion.

  4. 4. Dokumentieren

    Fotos vom Wasserstand mit einem Maßstab im Bild — ein Zollstock oder eine Fliesenkante genügt. Der Stand lässt sich später nicht rekonstruieren.

  5. 5. Melden und trocknen lassen

    Versicherer informieren und dabei sagen, woher das Wasser kam. Danach die Trocknung veranlassen: Kellerwände und Estrich nehmen Wasser schnell auf und geben es langsam wieder ab.

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Rückstau
Der Zustand, in dem Wasser aus der öffentlichen Kanalisation zurück in die Hausentwässerung gedrückt wird und über tief liegende Abläufe — Bodenablauf, Toilette, Waschbecken im Keller — ins Gebäude austritt.
Der Auslöser liegt außerhalb des Gebäudes: Die Kanalisation führt mehr Wasser, als sie abführen kann. Technisch begegnet man dem mit einem Rückstauverschluss oder einer Hebeanlage für alles, was unterhalb der Rückstauebene liegt. Versicherungsrechtlich ist Rückstau ein eigener Punkt, der in den Bedingungen gesondert geregelt wird — er ist nicht selbstverständlich mitversichert.

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Woher das Wasser kam — und was daran hängt

Die Herkunft entscheidet über den Versicherungszweig. Halten Sie sie deshalb fest, bevor abgepumpt wird.

EreignisWoran es erkennbar istWelcher Zweig in Betracht kommt
Rohrbruch oder undichte Leitung im KellerKlares Wasser ohne Regen; die Wasseruhr läuft bei geschlossenen Zapfstellen weiterLeitungswasser in der Wohngebäude- und der Hausratversicherung
Rückstau aus der KanalisationWasser tritt aus Bodenablauf, Toilette oder Kellerablauf aus, mit GeruchElementargefahren, sofern Rückstau eingeschlossen ist
Oberflächenwasser bei StarkregenWasser läuft über Lichtschächte, Kellertreppe oder Kellerfenster ein, während es regnetElementargefahren
Grundwasser nach anhaltendem RegenWasser tritt an Boden und Wandfuß ein, ohne dass oben Wasser stehtElementargefahren; die Abgrenzung steht im Vertrag
Wasser aus dem HeizungssystemNässe an Kessel, Verteiler oder Ausdehnungsgefäß; die Anlage verliert DruckLeitungswasser, sofern Heizungswasser eingeschlossen ist

Die dritte Angabe nennt den Zweig, der in Betracht kommt — keine Zusage. Ob geleistet wird, entscheidet Ihr Vertrag.

Quelle: VGB und VHB als Musterbedingungen; Elementargefahren sind ein gesondert zu vereinbarender Einschluss · Stand September 2026

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Warum ein Keller langsamer trocknet als eine Wohnung

Ein Keller hat drei Eigenschaften, die die Trocknung erschweren: Er ist von Erdreich umgeben und dadurch kühl, er hat wenig Fensterfläche für den Luftwechsel, und seine Wände bestehen aus Baustoffen, die Wasser gut aufnehmen — Beton, Kalksandstein, Ziegel, dazu Putzschichten.

Was Sie beitragen können: alles vom Boden nehmen oder hochstellen; Kartons, Teppiche und Holz aus dem Raum bringen, weil sie Wasser halten und die Trocknung verlängern; Türen zu beheizten Bereichen geschlossen halten, damit die feuchte Kellerluft nicht ins Haus zieht.

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Was nach dem Abpumpen zu prüfen ist

Sechs Punkte, die im Keller anders liegen als in der Wohnung — jeder davon kann aus einem Wasserschaden einen zweiten Vorgang machen:

  • Heizung, Warmwasserbereiter und deren Steuerung: Was im Wasser stand, bleibt aus, bis ein Fachbetrieb es geprüft hat.
  • Elektroverteiler, Steckdosen und Leitungen im nassen Bereich — Prüfung vor der Wiederinbetriebnahme, schriftlich.
  • Öltank und Ölanlage: Ausgetretenes Heizöl macht aus dem Wasserschaden einen Fall für Fachbetriebe und Behörden und ist unverzüglich zu melden.
  • Lagergut in Kartons und auf Paletten: Was nass war, gehört fotografiert und in die Schadenaufstellung, bevor es entsorgt wird.
  • Rückstauverschluss und Pumpensumpf: ob sie funktioniert haben und ob sie freigängig sind.
  • Türen, Zargen und Einbaumöbel aus Holzwerkstoff im unteren Bereich — sie ziehen Wasser nach oben, auch wenn der Boden längst trocken ist.

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Häufige Fragen

Was tun, wenn Wasser im Keller steht?

Zuerst wird der Strom für den Kellerbereich abgeschaltet, dann die Quelle gestoppt und erst danach abgepumpt. Ein gefluteter Keller ist als stromführend zu behandeln, solange die Sicherungen an sind. Ist der Verteiler nicht trocken erreichbar, gehört der Anruf bei der Feuerwehr über 112 vor jeden eigenen Versuch.

Darf ich sofort abpumpen?

Abgepumpt wird, sobald der Strom abgeschaltet ist und die Pumpe außerhalb des Wasserbereichs angeschlossen werden kann. Bei drückendem Grundwasser kommt hinzu, dass ein zu schnelles Absenken des Wasserstands die Bausubstanz belasten kann; in dieser Lage gehört die Entscheidung in fachliche Hände.

Zahlt die Versicherung Wasser im Keller?

Welcher Versicherungszweig greift, entscheidet die Herkunft des Wassers. Wasser aus einer Leitung fällt unter Leitungswasser; Wasser aus Starkregen, Rückstau oder Grundwasser fällt unter die Elementargefahren, und die sind ein gesondert zu vereinbarender Einschluss statt ein Standardbestandteil. Sehen Sie in Ihrem Vertrag nach, ob Elementarschäden eingeschlossen sind.

Wie lange dauert es, bis ein Keller wieder trocken ist?

Ein Keller trocknet langsamer als ein Wohnraum, weil er kühl ist, wenig Luftwechsel hat und aus stark saugenden Baustoffen besteht. Wie lange es dauert, zeigt die Messung der Bauteilfeuchte und nicht der Anblick der Oberfläche: Eine Wand, die sich trocken anfühlt, kann im Kern noch nass sein.

Mein Keller ist seit Jahren feucht — hilft diese Seite?

Dauerhafte Kellerfeuchte ohne auslösendes Ereignis ist ein anderes Fachgebiet als ein akuter Wassereinbruch. Aufsteigende Feuchte, Salzausblühungen und fehlende Abdichtung werden nicht getrocknet, sondern baulich behoben, und dafür sind andere Betriebe zuständig. Diese Seite hilft weiter, wenn es ein Ereignis mit Datum gab: einen Rohrbruch, einen Rückstau, einen Starkregen.

Feuchte Wand im Keller nach dem Wassereinbruch: was tun?

Feuchte Wände im Keller trocknen am langsamsten von allen Bauteilen: kühles Mauerwerk, wenig Luftwechsel, stark saugende Baustoffe. Lüften und Heizen reichen dafür nicht — sie wirken auf die Raumluft, nicht auf das Wasser im Stein. Entscheidend ist die Messung der Wandfeuchte in der Tiefe, danach die technische Trocknung mit Protokoll. Bleibt eine Wand fleckig oder riecht sie muffig, gehört sie erneut gemessen statt überstrichen.

E-Mail: info@wasserschaden-fachbetriebe.deKostenlos anfragen